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Interessantes aus Wikipedia:
Dessous steht im deutschen Sprachgebrauch für Damenunterwäsche. Während beim Begriff Unterwäsche die praktisch-alltägliche Bedeutung im Vordergrund steht, wird mit Dessous gewöhnlich ein erotischer Aspekt assoziiert. Französisch bedeutet es „unterhalb“ und geht über das Wort Unterwäsche hinaus, da es die Kleidung unter der Oberbekleidung umfasst.

Der Tanga (portug. von Tupi tanga Lendenschurz) ist ein auf Bänder und Stoffdreiecke reduzierter Bikini brasilianischer Herkunft. Eine Weiterentwicklung des Tanga stellt der String dar. Der Begriff Tanga, eigentlich Tanga-Slip, hat sich im deutschen Sprachgebrauch auch für Slips eingebürgert, die als Unterwäsche getragen werden. Er hat um die Hüfte nur einen dünn geschnittenen Bund oder Bänder und bedeckt den Po. Der Stringtanga ähnelt dem Tanga, allerdings ist bei ihm die hintere Dreiecksform sehr weit hochgezogen oder entfällt sogar. Weiter nach unten zwischen den Gesäßbacken befindet sich dann nur noch ein Stoffstreifen oder -band. Die Bezeichnung String stammt vom englischen Wort für Saite, Schnur. Der G-String besteht ausschließlich aus einem Dreieck vorne, einer Schnur über die Hüften und einer weiteren Schnur durch den Schritt.

Ein String ist ein Slip, der das Gesäß nur minimal oder gar nicht bedeckt. Obwohl er seit Jahrzehnten bereits von Stripteasetänzerinnen und -tänzern getragen wurde, gewann der String erstmals allgemeine Popularität Ende der 1970er Jahre in Südamerika, vor allem in Brasilien.

Dort war der String ursprünglich ein Badeanzug, dessen Stoff auf der Rückseite sehr schmal geschnitten war, oftmal auch nur aus einer dünnen Schnur (string, englisch für „Faden“, „Saite“, „Schnur“, „Sehne“) bestand, die so zwischen den Pobacken verschwand. Der brasilianische Name lautet passenderweise fio dental („Zahnseide“).

Im Französischen wird der String heute nach seiner Herkunft Maillot à la brésilienne, „brasilianischer Badeanzug“, genannt, während die englische Sprache ihn als g-string kennt. Der String ist aber keine brasilianische Erfindung, sondern in Europa bereits seit mindestens dem Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt – und bereits auf alten Fotografien ist zu sehen, dass er auch getragen wurde. Damals wurde dieses Kleidungsstück üblicherweise nach der stärksten Saite einer Violine G-String genannt.

Tatsächlich aber reicht die Geschichte des Strings noch viel weiter zurück. Bei vielen Naturvölkern, wie die Khoisan im südlichen Afrika, trugen die Männer ähnliche Kleidungsstücke bereits seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden. Den Sprung in die deutsche Öffentlichkeit schaffte der String zu Zeiten der Liberalisierung der Sexualmoral und ihrer als Sexwelle bezeichneten Kommerzialisierung Anfang der 1970er Jahre durch die Titelbilder von Illustrierten, zum Teil als Dessous fotografiert (zum Beispiel Stern, 1972), zum Teil als Bademode (dgl. 1974) – letzteres als einziges Kleidungsstück in einer Art Weiterentwicklung des einsetzenden Trends, am Strand auf ein Bikinioberteil zu verzichten (Oben ohne). Diese Maßnahmen zur Auflagensteigerung blieben in der Bademode jedoch ohne Folgen.

Zehn Jahre später, Mitte der 1980er Jahre wurde der Trend zu immer höheren, so genannten französischen, Beinausschnitten der Wegbereiter für das tatsächliche Auftreten von Strings in der Bademode. Das mit den Beinausschnitten verbundene Zusammenziehen des Stoffes zwischen die Pobacken, anfangs wohl zumeist unbeabsichtigt, später aber durch Fotos und redaktionelle Begleitartikel zur Kosmetikwerbung in Modezeitschriften propagiert und dann auch gewollt und aktiv eingesetzt, erzeugte die Nachfrage nach und schließlich das Angebot von Strings in exklusiveren Boutiquen. Da der Bedarf jedoch relativ schnell gedeckt war, verschwand der String als kurzlebige Modeerscheinung bald wieder aus den Läden, und er blieb in der Folgezeit auch an den Stränden eine seltene Erscheinung.

Weitere zehn Jahre später, Mitte der 1990er Jahre wurden Strings dann als Unterwäsche zunächst bei Frauen und zunehmend auch bei Männern populär. Ursache für diese Entwicklung ist der dem String zugeschriebenen Vorteil, unter hautengen oder dünnen und hellen Hosen keine sichtbaren Umrisse der Unterwäsche zu erzeugen – was nach der gängigen Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern ein rein weibliches Problem darstellt. Nach anfänglicher Zurückhaltung der großen Handelsketten und Versandhäuser, die bei einem derartigen Angebot einen Aufschrei der Entrüstung im konservativeren Teil der Bevölkerung befürchten mussten, stellen die Strings aufgrund der ständig wachsenden Nachfrage nach dem Jahrtausendwechsel etwa die Hälfte des Angebots in diesem Marktsegment.

Im Jahr 2003 waren Wäsche-Strings der am besten verkaufte Modetrend bei Frauen, teilweise auch bei Männern. Eine Umfrage unter Frauen bis 50 Jahre aus dem gleichen Jahr ergab, dass jede zweite Strings besitzt und trägt. Eine Umfrage des Wäscheherstellers „Jockey“ ergab das in Deutschland ca. 7% der heterosexuellen Männer regelmäßig einen String als Unterwäsche tragen. Bei homosexuellen Männern ist der String deutlich unbeliebter, in dieser Zielgruppe wird die Schnittform Jockstrap bevorzugt. Strings werden in jüngster Zeit besonders bei jüngeren Frauen und Männern auch wieder als Bademode beliebter. So bieten alle führenden Hersteller mittlerweile eine mehr oder weniger umfangreiche Produktauswahl. Dieser auch durch den Einfluss der Musikvideo-Industrie 2004 begünstigte Trend setzt sich zunehmend auch im Bereich der Sportbekleidung durch, wo der String in Form des String-Bodies vor allem im Fitness- und Schwimmsport zunehmend Zuspruch erfährt.

Wurden Strings anfangs getragen, um bei Hosen die sichtbaren Umrisse der Unterwäsche zu vermeiden, so wurden sie bald auch – wohl aus reiner Gewohnheit – zu Röcken getragen, wobei die Länge keine Rolle spielt, und schließlich sogar aktiv als optischer Reiz eingesetzt: als jetzt wieder sichtbares und zumeist farblich kontrastierendes Accessoire zu tief sitzenden Hosen (Hüfthosen) und als nicht weniger deutlich sichtbares, jetzt aber farblich abgestimmtes Zubehör zu den transparenter gewordenen hellen, aber auch schwarzen Hosen, Röcken und Kleidern.



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